Rückblick: Verherrender Sturm auf Santorini

29.03.2019:

Sturm Nummer 12 trifft uns seit letzter Nacht. Für unser Tierheim war es der Schlimmste in diesem Winter, da der Schaden alles übertrifft, was wir uns vorstellen können. Es wurde kein Tier verletzt, obwohl ein Hundebereich eingestürzt und unterirdisch geöffnet wurde, sodass das „Terrorville“ -Pack rausrennen konnte. Die Tatsache, dass alle unsere Hunde täglich als ein einziges Rudel zusammen sozialisiert werden, verhinderte jegliche Kämpfe. Die Straße zum Tierheim ist natürlich völlig weggespült und nicht einmal mehr begehbar, und wir sind wieder einmal vom Rest der Insel und den dringend benötigten Vorräten abgeschnitten. Dies bedeutet, dass wir nach einer 30-minütigen täglichen Wanderung auf den Berg zu den alten Eselspfaden zurückkehren, mit allem, was wir auf dem Rücken tragen können. Zum ersten Mal brachen die umzäunten Gebiete ein, um den Tieren die Flucht zu ermöglichen. Zum Glück blieben sie alle zusammen, als einzige in der Nähe von etwas, das zu Hause sein könnte … dem Tierheim. Alle unsere Tore sind von innen und außen vor Trümmern geschützt, während die Ströme, die den Berg hinunterfließen, buchstäblich wieder durch den Schutz strömen und uns nicht einmal Zeit geben, alle Schäden des vorherigen Sturms zu reparieren. Diese extremen Wetterverhältnisse mit intensiven Regenfälle haben wir auf Santorini noch nie erlebt. Die Kykladen sind mit Abstand einer der trockensten Teile des Mittelmeers, und der Klimawandel hat begonnen, seinen Tribut zu fordern. Die Winter werden nur noch schlimmer, und um zu überleben, müssen wir uns auf eine neue Realität einstellen. Auch hier bitten wir um Ihre Unterstützung. Danke, dass Sie zu ihnen stehen!

Voller Einsatz für die Tiere / Anzeige vom 15.03.2019

SAWA – Santorini Animal Welfare Association

SAWA – Santorini Animal Welfare Association

ist eine Nichtregierungsorganisation,die 1992 von aktiven und engagierten Tierliebhabern der Insel Santorini / Griechenland,gegründet wurde.

SAWA soll die Tiere der Insel schützen – von Streunenden Hunden und Katzen bis hin zu verlassenen Eseln und Maultieren.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Thira und dem Örtlichen Tierarzt versichert SAWA, dass alle streunenden Tiere kastriert, geimpft und im Falle einer Verletzung, Krankheit oder Vergiftung, behandelt und möglichst in Griechenland oder im Ausland wieder heimisch gemacht werden.

Darüber hinaus überwacht SAWA die Umsetzung des ‚Code of Practice / Verhaltenskodex-Tierschutz‘ für alle Esel und Maultiere, die in der Bucht tätig sind und bemüht sich ständig um die Eindämmung ihrer Gesundheits-und Arbeitsbedingungen.

In SAWA gibt es derzeit rund 120 Hunde, 23 Esel/Maultiere/Pferde und 2 Schweine.

Ehrenamt das Freude macht

Ehrenamt das Freude macht

Unterstützung, sowohl finanziell als auch tatkräftig, wird auf Santorini dringend gebraucht. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht den Tierschutzverein SAWA von Deutschland aus zu unterstützen.

Im Winter 2017 / 2018 starteten wir unser erstes Projekt und riefen zu Geld & Sachspenden für den Aufbau des Tierheims auf Santorini auf,nach sorgfältiger Planung & Organisation konnten wir im Juni 2018 mit einem voll beladenem 40 Tonner zu der kleinen Kykladen Insel aufbrechen.

Diese Aktion wurde ein voller Erfolg und so entschlossen wir uns,erneut Spendenaufrufe zu tätigen um den ‚Aufbau‘ des Tierheims bzw. des Gnadenhof’s der Esel, weiter voran zu treiben,denn es fehlt vor Ort noch an vielem.

Diesesmal Planen wir einen Transport für Oktober 2019

Ein Zuhause für die Esel

Ein Zuhause für die Esel

Kamp-Lintfort. Nach einem Urlaub hatten Angelika Kaiser und Mike Peun ihr Herz an die griechische Ferieninsel Santorini und deren vierbeinige Bewohner verloren. Sie organisierten eine unvergleichliche Hilfsaktion und im Juni dieses Jahres ging es mit einem 40-Tonner voll bepackt mit Hilfsmaterial für die Tiere Richtung Griechenland (Stadt-Panorama berichtete). Von Anja König

Rund 3.000 Kilometer legte das Paar zurück um Futterspenden und Hilfsmaterial, darunter auch ein Eselstall, ein Esel-Lift und ein Röntgengerät – persönlich im Tierheim vor Ort abzuliefern. Schon da gaben sie Christina Kaloudi, die das Tierheim auf Santorini mit großem Engagement und Herzblut betreibt, das Versprechen: Im Oktober kommen wir wieder und helfen beim Aufbau des Eselstalls. Gesagt, getan! Und so reisten Angelika und Mike am 13. Oktober erneut zur Ferieninsel – diesmal mit dem Flieger. „Der zweite Stall war dringend nötig“, berichtet Angelika. „Aktuell leben 22 Esel, Maultiere und Pferde auf dem Gnadenhof, die dringend Schutz für Wind und Regen im bevorstehenden Winter benötigen.“ Vier Esel haben den letzten Winter nicht überlebt. Die Tiere, die auf dem Gnadenhof leben, sind oft zu geschwächt um den Winter zu überstehen. „Die Esel auf Santorini dienen als Touristen-Attraktion der Insel, sie tragen die Touristen vom Hafen die steilen Kraterwände hinauf in die Ortschaften. Wenn die Tiere zu alt oder zu schwach werden, kümmert sich niemand mehr um sie. Die Esel werden dann oft einfach sich selbst überlassen oder getötet“, erzählt Mike. Die, die diesem Schicksal entgehen können, landen bei Christina Kaloudi.

Elf Tage waren Angelika und Mike vor Ort und haben jeden Tag gemeinsam mit Christina und ihrem Mann Dave kräftig angepackt um den Eselstall in dieser Zeit fertigzustellen. „Wir haben richtige geackert und es gab Muskelkater ohne Ende“, erzählt Mike lachend. „Aber es hat auch eine Menge Spaß gemacht!“

Doch damit soll das Engagement der Kamp-Lintforter noch lange nicht beendet sein. „Es fehlt immer noch an allen Ecken auf der Anlage. Es gibt keinen Strom, keine Toiletten, es fehlen Schubkarren und vieles und vieles mehr“, so Angelika. Geplant sei ein weiterer großer Transport im Oktober nächsten Jahres. Erste Gespräche und Planungen laufen bereits. Im nächsten Frühjahr soll es konkreter werden. Wir werden berichten!

Wer mehr über das Projekt und die Reisen von Angelika Kaiser und Mike Peun erfahren möchte, findet auf facebook unter „Auf Achse für die Fellnasen von Santorini“ viele Infos und Bilder. Informieren kann man sich auch unter www.tierschutzverein-santorini.de und www.sawasantorini.org.

Quelle: Stadtpanorama

 

Auf Achse für die Fellnasen auf Santorini „Wir bleiben am Ball!“

21. Juni 2018 |

Auf Achse für die Fellnasen für Santorini
Auf Achse für die Fellnasen für Santorini FOTO: Kaiser

Kamp-Lintfort. Berührt von dem Schicksal der Tiere vor Ort und dem großen Engagement der einheimischen Tierheimleiterin, entstand vor einem Jahr bei Angelika Kaiser und Mike Peun, der Wunsch, den Tieren auf der Ferieninsel Santorini helfen zu wollen. Von Anja König

Aus diesem Wunsch heraus hat sich eine unglaubliche Hilfsaktion entwickelt: Das Kamp-Lintorter Ehepaar sammelte Geld- und Sachspenden und fand zahlreiche Unterstützer (Stadt-Panorama berichtete). Am 2. Juni ging es dann mit einem 40-Tonner – voll beladen mit Futterspenden und Hilfsmaterial, darunter auch ein Eselstall, ein Esel-Lift und ein Röntgengerät – Richtung Griechenland, um die Spenden persönlich vor Ort abzuliefern. Rund 3.000 Kilometer legte das Paar zurück. „Mein Mann ist ein erfahrener Fahrer und hat die Route entsprechend mit Puffer geplant. Und den Puffer haben wir auch gebraucht“, berichtet Angelika. In Österreich bemerkten die beiden nämlich, dass Angelika ihren Pass vergessen hatte. „Allerspätestens beim Einchecken auf der Fähre hätte das für Probleme gesorgt“, erklärt Mike. Der Pass musste also schleunigst her, um rechtzeitig weiterreisen zu können um die Fähre in Piräus pünktlich zu erreichen. Dank nächtlicher Hilfe von Angelikas Schwestern und einem DHL-Service, wurde der Pass dann per Flieger nach Wien gebracht. „Ich hab noch nie ein Dokument bei meinen Reisen vergessen“, so Angelika. „Da hat sich wohl doch die Anspannung bemerkbar gemacht.“ Bis auf einen größeren Stau vor der griechischen Grenze ging es dann aber problemlos weiter, so dass die Fähre eine halbe Stunde vor Abfahrt gerade noch pünktlich erreicht wurde. Nach der Seereise kamen die beiden dann in der Nacht zum 8. Juni endlich im Hafen von Santorini an.
Am nächsten Morgen musste die Ladung in kleinere örtliche LKW umgeladen werden, da die sandigen, engen Straßen, die hoch zum Tierheim führen, nicht von einem 40-Tonner befahrbar sind. Dank tatkräftiger Hilfe von Dave, dem kanadischen Ehemann von Tierheimleiterin Christina, und dessen Freunden wurde aber auch diese Herausforderung gemeistert. „Das war super! Trotz sengender Hitze bei 36 Grad hat keiner gemeckert, alle waren gut drauf und es lief wie geschmiert. Das hat richtig Spaß gemacht“, freut sich Mike. „Ich glaube allen war vorher gar nicht bewusst, wie viel in solch einem 40-Tonner passt“, lacht Angelika. „Christina war absolut überrascht, als sie die Menge an Hilfsgütern für ihre Schützlinge sah.“
Lange blieb den Kamp-Lintfortern nicht, um Zeit mit den Vierbeinern und deren Betreuern zu verbringen. In der Nacht zum 12. Juni musste die lange Heimreise angetreten werden. „Wir wollen unser Arrangement in Sachen Hilfe beim Tierheimaufbau auf Santorini aber keinesfalls beenden. Denn es gibt noch eine Menge zu tun“, so Mike. So soll u.a. noch ein Katzenhaus entstehen und es wird dringend Wind- und Sonnenschutz benötigt. Für die Anschaffung ist das Tierheim auf Geldspenden angewiesen. In Absprache mit dem Tierschutzverein will man nun über das weitere Vorgehen beraten. „Wir wollen auf jeden Fall am Ball bleiben“, ist sich Angelika sicher. „Wir haben aus der ganzen Aktion auch für uns so viel Positives ziehen können. Die Hilfsbereitschaft der Menschen und das positive Feedback erfüllt uns mit Dankbarkeit und Zufriedenheit.“ Im Oktober wollen die Kamp-Lintforter wieder nach Santorini reisen, diesmal mit dem Flieger. Bei ihrem 10-tägigen Aufenthalt dort wollen sie u.a. beim Aufbau des Eselstalls helfen.
Das Ehepaar hat eine eigene facebook-Seite erstellt. Hier ist die ganze Aktion und auch die Tour dokumentiert. Gespendet werden kann über: Tierschutzverein Santorini e.V., Volksbank Alzey-Worms, BIC: GENODE61AZY, IBAN: DE76 5509 1200 0083 6794 09, Stichwort: Tierheimaufbau Geli+Mike.
Weitere Infos unter www.tierschutzverein-santorini.de, www.sawasantorini.org und über facebook unter „Auf Achse für die Fellnasen von Santorini“.

Quelle: Stadtpanorama